Menschen mit Demenz - Haben Sie heute schon etwas vergessen?

Menschen mit kognitiven (Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen, Planen etc.) und psychischen Beeinträchtigungen erhalten bei uns eine verstärkte Aufmerksamkeit. Aber nicht nur das. Mit unserer personenbezogene Pflege erleichtern wir  unseren Bewohnern den Alltag.

Die Person mit ihrer Biografie steht im Zentrum

Unsere Mitarbeitenden nehmen im täglichen Umgang mit den betreuten Personen Bezug auf deren Lebensgeschichte und orientieren sich an der Person. Bei der Pflege und Betreuung orientieren wir uns an den Modellen bzw. Ansätzen von Tom Kitwood (personenbezogener Ansatz) und Erwin Böhm (Psychobiografisches Modell). Unser Grundprinzip ist, den Menschen in der Welt abzuholen, wo er sich emotional (auf der Gefühlsebene) gerade befindet. Im Mittelpunkt der personenbezogenen Pflege steht die Person selbst. Nicht die Demenz sondern der Mensch ist wichtig. Der Erhalt und die Stärkung des eigenen Bewusstseins ist das oberstes Ziel. Wir erfassen Situationen ganzheitlich um die betreute Person zu verstehen und daraus die richtigen Handlungen abzuleiten. Für die Einschätzung von Verhaltensweisen stehen den Pflegefachpersonen verschiedene Hilfsmittel (z.B. demenzspezifische Assessments) und Praxissupport zur Verfügung.

Wir orientieren uns zusätzlich zu den fachlichen Grundlagen an der Demenzstrategie Liechtenstein. Unsere Mitgliedschaft im Verein für Menschen mit Demenz in Liechtenstein fördert und unterstützt eine aktive Weiterentwicklung der Pflege und Betreuung sowie eine offene Kommunikation in der Öffentlichkeit.

Erinnerungen wecken

Die persönliche Lebensgeschichte sowie Erinnerungen sind wichtig und können helfen, einen Zugang zu Menschen, die an Demenz leiden, zu erhalten. Um eine gute Betreuung und Pflege gewährleisten zu können, ist uns wichtig, möglichst viele persönliche Details aus dem privaten, beruflichen und familiären Umfeld der Bewohner zu erfahren. So können wir sie auf verschiedenen Ebenen ansprechen und erhalten einen Kontakt zur betreffenden Person. Sofern der nötige Platz im Zimmer vorhanden ist, sollen auch eigene Möbel und Erinnerungstücke mitgebracht werden. Das gefühlsbio-
graphische Arbeiten mit Menschen bietet dem Betreuten Beziehung, Nähe, Geborgenheit und Sicherheit.


Integratives Zusammenleben

In der LAK verfolgen wir einen integrativen Ansatz. Das heisst, hier wohnen sowohl Bewohner mit als auch ohne Demenz zusammen. Grundsätzlich arbeiten wir an allen Standorten an einem reizarmen und bedarfsorientierten Umfeld, in dem wir uns mit der Person und seiner Geschichte auseinandersetzen. An unseren Standorten haben wir zudem die nötigen Voraussetzungen für Menschen mit Demenz (teilsegregativ), die weglaufgefährdet sind oder herausfordernde Verhaltensweisen zeigen. Ein direkter Ausgang in einen natürlich eingegrenzten Aussenbereich und ein angepasstes innenarchitektonisches Konzept ermöglichen es den Bewohnenden, ihren Bewegungsdrang unter geschützten Bedingungen ohne spürbare Einschränkungen auszuleben.

Autonomie und Sicherheit

Es ist wichtig, das Bedürfnis an Sicherheit, Selbstbe-stimmung, Freiheit und Autonomie in Einklang zu bringen. Der Bewohner soll sich in seinem Umfeld und in seiner Situation frei bewegen können, sofern er sich dadurch nicht selbst oder andere gefährdet.

Weiterführende Informationen