Erfolgreiche Zertifizierung in Palliative Care: LAK setzt Standards

Die Liechtensteinische Alters- und Krankenhilfe (LAK) hat am 12. März 2018 als erster Pflegeheimverbund in Liechtenstein und in der Schweiz das begehrte Zertifikat „Qualität in Palliative Care“ von der Organisation qualitépalliative erhalten. Als Pionier in Palliative Care wird der LAK bestätigt, dass sie einen professionellen und qualitativ hochstehenden Umgang mit schwer kranken Menschen bietet. Die Auditoren bestätigen allen LAK-Häusern „eine hohe und von allen getragene «Palliative Care Kultur».

„Palliative Care ist aus meiner Sicht kein «Nice-to-have» sondern ein «Need-to-have». Diese Haltung haben wir nicht nur in den Bereichen der stationären Langzeitpflege, sondern auch im Bereich der Kurzzeitpflege sowie der sozialpsychiatrischen Pflege und Betreuung.“, sagt Kurt Salzgeber, Leiter des Bereichs Pflege und Betreuung in der LAK. „Durch eine vorausschauende Betreuungsplanung versuchen wir bestmöglich Krisensituationen zu vermeiden.“ ergänzt Michael Rogner, Leiter Pflegeentwicklung und Projektleiter Palliative Care. Der „Palliative-Gedanke“ durchdringt alle Bereiche und Berufsfelder der LAK. Er kommt in der Langzeitpflege, in der Übergangspflege und auch in der Tages- und Ferienpflege zum Tragen. Vom Techniker über das Büropersonal bis zu den Reinigungsfachkräften und der Pflegefachfrau ziehen alle am gleichen Strick um dem Bewohner in der verbleibenden Lebenszeit die bestmögliche Lebensqualität zu bieten. Das führt dazu, dass die Mitarbeiter im Alltag innovativ werden. Bereits mit kleinen Anpassungen im Alltag kann so eine grosse Wirkung erzielt werden. So ermöglichte ein technischer Mitarbeiter mit der Montage eines Spiegels einem bettlägerigen Patienten wieder einen Blick nach draussen. In der Küche wird beim Kochen auch auf die Lebensgeschichte eingegangen. Alte Rezepte und traditionelle Speisen werden eingesetzt. Die Bewohner können so speisen wie anno dazumal.

«Unser Motto «Wir pflegen Menschlichkeit» ist nicht nur ein Schlagwort», erzählt Martin Wanger, der das LAK-Haus St. Laurentius in Schaan leitet. «Unsere Bewohnerinnen und Bewohner bringen einen Rucksack voll Lebenserfahrungen mit. Wichtig ist, dass wir an dieser Erfahrung teilhaben können», fährt er fort. Dazu werde der Bewohner beim Eintritt zu seinem Leben befragt. «Die biografische Arbeit hilft uns, die Vorlieben, Eigenschaften und Wertvorstellungen eines Menschen kennenzulernen. Kenne ich die Lebensgeschichte, kann ich den Bewohner in seinem gegenwärtigen Sein und Handeln verstehen.», sagt der Leiter des Hauses St. Laurentius. Damit das möglich ist, hat jede Bewohnerin und jeder Bewohner eine pflegerische Bezugsperson. Diese wird zur kommunikativen Drehscheibe für den Bewohner, die Angehörigen und Netzwerkpartner. Das macht die Arbeit für die Mitarbeitenden besonders spannend. Es kann zudem gezielt auf die einzelne Person eingegangen und die für sie bestmögliche Betreuung und Pflege gewährt werden.

«Um eine gemeinsame Sprache und Haltung in Palliative Care zu entwickeln, haben wir Leitgedanken formuliert. Palliative Care verbindet, bewegt und wirkt. Diese Haltung spüren wir in der LAK“, erklärt Thomas Riegger, Vorsitzender der Geschäftsleitung. „So ist es auch das Anliegen aller Mitarbeitenden, unseren Bewohnern in jeder Lebenssituation die bestmögliche Betreuung und Pflege zu bieten.“, fährt er fort.