Mit intelligenten Textilien die Folgen von Inkontinenz bekämpfen

„Betroffene empfinden oft Scham- oder Ekelgefühle und sprechen nicht gern darüber“, beschreibt Leandra Stappung die Gefühle von Bewohnenden, die an Inkontinenz leiden. Stappung ist Mitarbeiterin der Pflegeentwicklung der LAK und kommt in ihrer Funktion als Beraterin der Pflegenden immer wieder mit Fragen zum Thema Inkontinenz in Kontakt. „Fast ein Drittel aller Menschen über 80 Jahre sind von unfreiwilligem Harnverlust (Harninkontinenz) betroffen. Dies stelle nicht nur eine psychische Belastung, sondern auch ein grosses Risiko für Hautschädigungen dar, weiss sie. Inkontinenz schränkt zudem die Lebensqualität ein.

Dank einer grosszügigen Spende der Liechtensteinischen Versorgungs- und Fürsorgestiftung VFS kann die LAK nun in diesem Bereich die Lebensqualität verbessern. Dazu setzt sie zusätzlich zu den pflegerischen Massnahmen zur Förderung der Kontinenz neu auch auf das innovative technische Assistenzsystem Texible Wisbi. Für die Entwicklung von Texible Wisbi erhielt die Firma Texible GmbH den Innovationspreis des Landes Vorarlberg. Das intelligente Sensortextil meldet den Pflegenden, wenn es Nässe im Bett erkennt. Die Betteinlage ermöglicht eine gezielte Pflege. So kann beispielsweise festgestellt werden, zu welchen Zeitpunkten vermehrte Ausscheidungen erfolgen und nur zu diesen Zeitpunkten werden dann Kontrollen durchgeführt. „Das bedeutet auch, dass die Bewohnenden nicht mehr unnötig gestört werden müssen“, ergänzt Stappung, „und es kann das Feuchtliegen der Betroffenen wirkungsvoll verhindert werden.“

Dank der Spende der VFS wird das innovative Hilfsmittel nun an allen Standorten der LAK auf allen Stationen eingesetzt. «Bereits nach kurzer Einsatzzeit zeigen sich die ersten Erfolge. Die Lebensqualität der betroffenen Bewohnenden kann trotz Inkontinenz wesentlich verbessert werden», bestätigt Leandra Stappung, die die Einführung begleitet.