Kleiner Ritterschlag für die LAK

„Wir sind nicht ganz bei 100 – aber beinahe“, freut sich Michael Rogner. Rogner leitet die Pflegeentwicklung der Liechtensteinischen Alters- und Krankenhilfe (LAK). Und er ist Projektleiter für die Rezertifizierung der LAK in Bezug auf das Label „Qualität in Palliative Care“ des Schweizerischen Vereins für Qualität in Palliative Care (qualitépalliative). Anfangs Jahr konnte die LAK ihre praktische Umsetzung von Palliative Care Expertinnen und Experten von EdelCert & Management GmbH unter Beweis stellen – mit Erfolg. Im Auftrag von qualitépalliative überprüfte EdelCert 65 Kriterien aus verschiedensten Bereichen. Die LAK erfüllt diese Kriterien gemäss den Auditierenden zu rund 97 %. Wenn ein erfahrenes und unabhängiges Unternehmen wie EdelCert, das verschiedene Labels im Gesundheits- und Sozialwesen zertifiziert, sowie ISO-Normen, Labels im Bildungs- und Ausbildungsbereich sowie im Bereich Umwelt- und Sozialverantwortung kontrolliert, einen Erfüllungsgrad von 97 % attestiert, ist das schon ein kleiner Ritterschlag.

Vorreiter in Palliative Care

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Seit Jahren engagiert sich die LAK in der allgemeinen Palliative Care. Unterstützung bei der Entscheidungsfindung und der Vorausplanung für die letzte Lebensphase ist dabei eine zentrale Aufgabe. Fachpersonen der LAK haben ein Einschätzungsinstrument zum Bedarf von Palliative Care entwickelt, das auch bereits in der Ostschweiz zum Einsatz kommt. „Damit erkennen die Pflegefachpersonen rechtzeitig den Bedarf an Palliative Care und leiten Massnahmen ab“, sagt Rogner. Zusätzlich seien für Bewohnende und Angehörige verschiedene Broschüren zum Thema erarbeitet worden, fährt er fort. Mit „Richtig Wichtig“ wurde ein Hilfsmittel entwickelt, mit dem sich jedermann rechtzeitig und in Ruhe Gedanken über die letzte Lebensphase, über schwierige Situationen und Symptome sowie zukünftige Notfälle machen kann. LAK-Mitarbeitende engagieren sich auch in entsprechenden Arbeitsgruppen der Branche. Dieses Know-how ist im Alltag zu spüren.  

Nicht nur eine Floskel

„Palliative Care ist bei uns keine Floskel. Vielmehr leben wir Palliative Care,“ bestätigt Thomas Riegger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der LAK. In der LAK beschäftigt sich nicht nur die Pflege mit Palliative Care. Vielmehr durchdringt der Palliative Care-Gedanke alle Berufsfelder. Vom Techniker über das Büropersonal bis zu den Reinigungsfachkräften und den Pflegefachleuten sind alle Mitarbeitenden in Palliative Care geschult. „Ziel ist, den Bewohnenden in der verbleibenden Lebenszeit die bestmögliche Lebensqualität zu bieten,“ ergänzt Riegger. Die vier Auditierenden zeigten sich von der Durchdringung der LAK mit dem Palliative Care-Gedanken sehr beeindruckt und gaben der LAK gute Noten. Besonders freut sich Melanie Lampert-Steiger, Präsidentin des Stiftungsrates der LAK, über die gute Bewertung. „Das gute Resultat ist eine Bestätigung der Zielsetzungen des Stiftungsrates“, sagt sie. Der Bedarf an Palliative Care werde in den nächsten Jahren zunehmen, da der Anteil an pflegebedürftigen Menschen künftig steigen wird. Aus diesem Grund legte der Stiftungsrat bereits früh Palliative Care als strategisches Ziel fest.

Neu ist auch das Haus St. Peter und Paul in Mauren zertifiziert. Damit verfügen nun alle sechs Standorte der LAK über das Label Qualität in Palliative Care.

Bildlegende: Kurt Salzgeber, Leitung Pflege und Betreuung, Michael Rogner Projektleiter Rezertifizierung, Elisabeth Sommerauer, Mitarbeiterin Pflegeentwicklung, Thomas Riegger, Vorsitzender der Geschäftsleitung und Melanie Lampert-Steiger, Präsidentin des Stiftungsrates der LAK (v.l.n.r) freuen sich über die erfolgreiche Rezertifizierung in Palliative Care.