Pflegeberatung Sturz

Pflegeberatung bei hohem Sturzrisiko - Kleine Massnahmen mit grosser Wirkung 

 „Im Alter steigt das Sturzrisiko beachtlich an und ein Sturz kann schwere Folgen haben. Deswegen ist die individuelle Pflegeberatung bei einem Sturzrisiko sehr wichtig“, betont Esther Good, Kinaesthetics Trainerin in der LAK, die Wichtigkeit der Pflegeberatung im Zusammenhang  mit Sturzgeschehen oder einem erhöhten Sturzrisiko.

„Die Angst, nach einem Sturz wieder zu stürzen, führt häufig dazu, dass die Bewohnenden sich noch weniger bewegen, und das ist ein grosse Problem“, weiss Monika Kunz-Frick. Sie ist Kinaesthetics Peer Tutorin im Haus St. Laurentius, die Pflegeberatungen zum Thema Sturz durchführt. Doch soweit müsse es nicht kommen, denn es gebe in der LAK eine Reihe von Massnahmen zur wirksamen Prävention von Stürzen oder Sturzfolgen, ergänzt sie. Bereits beim Eintritt in die LAK werden die individuellen Sturzrisikofaktoren erfasst und individuelle Massnahmen gemeinsam mit den Bewohnenden abgeleitet. Oft sind es kleine Anpassungen, die zum Erfolg führen: Die Entfernung eines rutschenden Teppichs, ein Medikamentencheck oder die Anpassung von Hilfsmitteln wie Brille oder Hörgerät.

Neues Hilfsmittel für die Pflegeberatung

Ausgehend vom Qualitätszirkel im Haus St. Laurentius wurde von Martin Wanger (Leitung Haus St. Laurentius), Michael Rogner (Leitung Pflegeentwicklung) und den Kinaesthetics-Fachpersonen Esther Good, Monika Kunz-Frick, Elsbeth Derungs und Ursula Lins das Hilfsmittel Pflegeberatung Sturz entwickelt. Dieses beinhaltet einfach und leicht verständliche Massnahmen zu den verschiedenen Risikobereichen wie Mobilität und Balance, Schuhwerk und Fussgesundheit, Sehen und Hören oder Umgebungsfaktoren.

Auch digital verfügbar

Neben der klassischen Broschüre wurde erstmalig auch eine digitale Lösung entwickelt, die sowohl am Computer als auch am Tablet angewendet werden kann. Die digitale Variante bietet zusätzlicheMöglichkeiten. So wurde beispielsweise ein Video zur korrekten Einstellung des Rollators eingebettet. 

In der Praxis angewendet zeigen sich bereits erste Erfolge. Erfreulich ist zudem, dass das Hilfsmittel von Pflegeberatungsexpertinnen der Hochschule für Gesundheit in Bochum gewürdigt wurde.