„Man darf sich vom Virus nicht bestimmen lassen“

An der Medienkonferenz vom 19.05.21 informierte die LAK über das vergangene Jahr. Das Engage- ment der Mitarbeitenden verhinderte, dass die Pandemie trotz anspruchsvollen Herausforderun- gen nicht der einzige Schwerpunkt in der LAK wurde und zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt werden konnten. Mit ihrem professionellen Einsatz trugen sie viel zum Schutz der Bewohnenden bei. Durch Amtszeitbeschrän- kung erhielt die LAK ein beinahe komplett neues strategisches Gremium. Melanie Lampert-Steiger wurde von der Regierung zur neuen Stiftungsratspräsidentin gewählt. „2020 war betriebswirtschaftlich sehr anspruchsvoll,“ sagt Lampert-Steiger. Der höhere Bedarf an Schutzmaterial sowie Desinfektions- und Reinigungsmitteln verursacht zusätzliche Kosten. Mindereinnahmen belasteten die Rechnung. Nachdem im Haus St. Peter und Paul im Falle einer Überlastung des Liechtensteinischen Landesspitals bis zu 60 Covid-19-positive Patienten betreut werden sollten, mussten die nötigen Kapazitäten freigehalten werden. Der Betrieb einer Isolationsstation im Haus St. Florin schränkte die Kurzzeitpflege ein. Auch wurde die Cafeteria an allen Standorten geschlossen. Resultat war ein empfindlicher Rückgang der Erträge, der zu einer Kreditüberschreitung von CHF 813'577.-- führte.

Verschiedenste Aufgaben und Projekte wurden erfolgreich umgesetzt. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Wohnraumgestaltung“ im Haus St. Martin in Eschen, mit dem die Wohnraumsituation verbessert und das innovative Verpflegungskonzept „Warmanlieferung der Mahlzeiten“ umgesetzt wurde. Die Qualität der Speisen wurde verbessert. Die Mitarbeitenden gewinnen Zeit, die sie für die Betreuung einsetzen können. Die Planung des neuen LAK-Hauses in Ruggell hat sich etwas verzögert und wird in diesem Jahr weiter bearbeitet. Für Lernende schuf die LAK noch attraktivere Rahmenbedingungen. Erstmals wird ab diesem Sommer die Kochlehre angeboten. Eine LAK-eigenen Berufswerbung für die Berufe Fachfrau/-mann Gesundheit FZ und Fachfrau/-mann Hauswirtschaft FZ wurde erstellt. Die Broschüren können bei der LAK kostenlos bezogen werden.

Wertvoller und starker Partner in der Krise

„Die LAK ist ein wesentlicher Faktor in der Bekämpfung von Covid-19. Durch die hohe Fachkompetenz der LAK mussten an Covid-19 erkrankte Bewohnende nur im Einzelfall in ein Spital verlegt werden,“ hält Regierungsrat Manuel Frick fest. Die unkomplizierte Bereitstellung von Pflegekapazitäten im Haus St. Peter und Paul als «Spital light» hätte der Regierung Planungssicherheit gegeben. «Die LAK hat ihre Organisationskompetenz bewiesen,“ ergänzt der Regierungsrat. „Diese Leistungen haben ihren Preis. Die Kreditüberschreitung ist daher nachvollziehbar,“ fährt Frick fort und ergänzt: „Wir sind froh, mit der LAK auf einen verlässlichen Partner zählen zu können.“

LAK-Häuser bieten Sicherheit

„Das Virus wird uns weiterhin beschäftigen,“ ist Thomas Riegger, Vorsitzender der Geschäftsleitung überzeugt. „Die schnelle Reaktion ist entscheidend. Bereits beim Verdacht auf Covid-19 ergreifen wir Massnahmen. Das bestehende Schutzkonzept wird konsequent eingehalten“ beschreibt der Chef der LAK das Vorgehen. Die sehr hohe Impfquote bei den Bewohnenden gebe zudem eine grosse Sicherheit. Auch bei den Mitarbeitenden sei durch Impfungen und/oder Krankheit bereits eine hohe Immunisierungsquote erreicht, ergänzt er. „Als Folge davon stellen wir seit Wochen keine Infektionen mehr fest. Einem Pflegeheimeintritt steht also nichts im Wege und wir blicken optimistisch in die Zukunft, “ hält Riegger fest.