Die LAK stellt die Weichen für die Zukunft - Jahresbericht 2021

„Wir sind sehr dankbar, dass wir im vergangenen Jahr kaum Krankheitsfälle bei unseren Bewohnenden feststellen mussten. Die notwendigen Schutzmassnahmen wurden jeweils der Lage entsprechend angepasst. Ein Besuchsverbot, wie im Jahr 2021, musste zu keiner Zeit mehr angeordnet werden,“ sagt Melanie Lampert-Steiger, Stiftungsratspräsidentin der Liechtensteinischen Alters- und Krankenhilfe LAK. „Das zeigt, dass unser Hygienekonzept greift“, ergänzt Thomas Riegger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der LAK. Zudem hätten die Mitarbeitenden eine gewisse Routine im Umgang mit dem Virus entwickelt, fährt er fort. Ein weiterer Grund für den doch positiven Pandemieverlauf in der LAK dürfte die Tatsache sein, dass anfangs Jahr im Rahmen einer Impfaktion ein grosser Teil der Bewohnenden sowie des Personals geimpft werden konnte. Im November stand dann rechtzeitig die Booster-Impfung zur Verfügung.

Vertrauen in die LAK

Obgleich die Pandemie auch im 2021 tonangebend war, schloss die LAK erneut viele spannende Projekte erfolgreich ab und erreichte zahlreiche Ziele.

Die LAK hat im letzten Jahr die Grundsatzstrategie 2022 – 2026 erarbeitet und die Finanzeckwerte definiert. Damit lege die LAK die strategischen Leitplanken für die kommenden Jahre fest. Diese Leitplanken ergänzte die LAK mit einer neuen Vision und einem neuen Leitbild. „So nimmt die LAK ihre Verantwortung in der Altersversorgung des Landes wahr“, sagt die Stiftungsratspräsidentin. „Die LAK ist ein sehr verlässlicher Partner und ihr Engagement ist für unser Land unverzichtbar“, hält Manuel Frick, Minister für Gesellschaft und Kultur fest. Er schätzt es, auf das Fachwissen von LAK-Exponenten, beispielsweise im Covid-19-Stab des Landes, zurückgreifen zu können. Mit der Genehmigung der Strategie und der Finanzeckwerte drücken Regierung und Strategierat auch ihr Vertrauen in die LAK aus. „Damit sind die Weichen für künftige Projekte gestellt. Im Haus St. Martin in Eschen bauen wir zurzeit die ambulante Tagesbetreuung auf. Künftig werden uns integrierte und medizinische Versorgungsmodelle beschäftigen. Die Versorgung unserer Bewohnenden soll noch verbessert und die hohe pflegerische und medizinische Versorgungsqualität erhalten werden“, fährt Melanie Lampert-Steiger fort.

Wichtige Projekte umgesetzt

Kognitive Einschränkungen sind ein häufiges Krankheitsbild in der LAK. Im Fachbereich Pflege und Betreuung wurden die Auswirkungen von Demenz näher untersucht. Es wurden Handlungsfelder identifiziert und Massnahmen für eine noch bessere Betreuung der Bewohnenden definiert. Ein aussenstehendes Unternehmen beurteilte zudem die Lebensqualität von Menschen mit Demenz, die in der LAK leben. Der LAK wurde bescheinigt, dass sie eine gute Lebensqualität bietet.

Mit der LAK-Wissensplattform, Newslettern, Videos, Wissensquiz und vielem mehr vermittelt die Pflegeentwicklung der LAK Wissen und unterstützt die Mitarbeitenden, vor allem bei komplexen Fragen in der Praxis. Damit ist das Fachwissen in der LAK immer auf dem neusten Stand ist. Der LAK-eigene Fachbereich Bildung hat die Digitalisierung vorangetrieben und verfügt nun über ein System, das die ganze Berufsbildung in allen ihren Facetten steuert.

Finanzielles Ergebnis

Vor allem im ersten Halbjahr sei eine Zurückhaltung bei den Eintritten in die LAK spürbar gewesen. Dadurch blieb die Zahl der Pflegetage deutlich unter den Erwartungen. Im zweiten Halbjahr stieg die Nachfrage nach Betreuungsplätzen wieder an. Der dadurch entstandene Ertragsausfall konnte durch eine hohe Disziplin bei den Ausgaben zum grössten Teil kompensiert werden. „Es ist eine grosse Leistung der Mitarbeitenden, dass die Defizitüberschreitung von CHF 608‘000 keine Kreditüberschreitung nach sich zog“, stellt Melanie Lampert-Steiger anerkennend fest.

LAK als Top-Arbeitgeber

Engagierten Talenten bietet die LAK eine abwechslungsreiche und spannende Aufgabe. Die Mitarbeitenden profitieren von einem modernen Arbeitsplatz mit interessanten Rahmenbedingungen und attraktiven Karrierechancen. Die LAK unterstützt die Mitarbeitenden grosszügig bei der Weiterbildung. Die professionelle fachliche Entwicklung der Mitarbeitenden ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Grossen Wert legt die LAK auch auf die Nachwuchsförderung und engagiert sich stark in der Berufsausbildung. Die LAK bietet über 50 Ausbildungsstellen für Lernende in der Grundbildung und HF-Studierende an.

In Palliative Care rezertifiziert

Im vergangenen Jahr wurden die Vorbereitungen zur Rezertifizierung in Angriff genommen. Mitte März 2022 fand nun der Audit zur Rezertifizierung «Qualität in Palliative Care» statt. Der LAK wurde von den Auditorinnen und Auditoren das beste Zeugnis ausgestellt. Alle 65 geforderten Qualitätskriterien wurden erfüllt. „Mit der Rezertifizierung wird uns von einer externen Stelle bestätigt, dass wir unseren Bewohnenden eine Pflege und Betreuung mit hochstehender Qualität zukommen lassen“, sagt Thomas Riegger nicht ohne Stolz.

Jahresbericht 2021