Mit ISBAR garantiert die LAK eine hohe Bewohnersicherheit

„Im Notfall zählt jede Sekunde,“ weiss Michael Rogner, Leitung Pflegeentwicklung der Liechtensteinische Alters- und Krankenhilfe LAK. „Gerade in Krisensituationen ist es wichtig, mit einer gut strukturierten Kommunikation die wichtigen Informationen richtig zu übermitteln,“ fährt er fort. Das sei auch ein wesentlicher Aspekt, um die Sicherheit der Bewohnenden zu garantieren. Aber selbstverständlich gelte das auch für alltägliche Situationen, ergänzt er mit einem Lächeln. Laut Rogner sei es sehr anspruchsvoll, die wesentlichen Informationen zum Bewohnerzustand und den wichtigsten Problemen kurz, knapp, aber trotzdem verständlich an die zuständige Ärztin oder Arzt weiterzugeben. Vor allem in akuten Situationen könne man sich durch strukturierte Informationen schnell einen Überblick verschaffen und die Dringlichkeit der Situation abschätzen. Zudem könnten auch Missverständnisse verhindert werden.

Die LAK hat deshalb nach einem Mittel gesucht, das in Notfallsituationen hilft, klar, verständlich und sicher zu kommunizieren - und es im Kommunikationsmodell ISBAR gefunden. „Auch wenn das Modell einen militärischen Ursprung hat, lässt es sich doch sehr gut für die Bedürfnisse in der LAK einsetzen,“ erzählt Rogner. Bereits in den 1960er Jahren wurde in der US-Navy dieses Kommunikationsmodell zur Übermittlung von Informationen entwickelt und förderte eine einheitliche „Sprache“. ISBAR steht für

  • Identifikation,
  • Situationsbeschreibung,
  • Background (Hintergrundinformationen),
  • Assessment (bereits erfolgte Abklärungen) und
  • Recommendation (Empfehlung für die weiteren Schritte).

Einmal eingeübt, lässt sich das ISBAR-Schema, das auch von der WHO und vielen Fachgesellschaften empfohlen wird, im Pflegeheim in vielen Situationen einsetzen. Es hilft bei Berichten der Pflegefachpersonen an Ärztinnen und Ärzte, bei Notfallmeldungen oder bei der Verlegung von Bewohnenden auf andere Stationen oder in Spitäler. Studien zur Wirksamkeit dieses Instruments zeigen, dass es inzwischen weltweit in allen Fachbereichen erfolgreich eingesetzt wird. „Unsere ersten Erfahrungen mit dem Kommunikationsmodell sind sehr positiv. Es stellt sicher, dass jeweils rasch das Wesentliche übermittelt wird und nichts vergessen geht,“ freut sich der Leiter der Pflegeentwicklung.