"Es ist eine schöne und wertvolle Aufgabe, helfen zu können."

„80‘557 Pflegetage leisteten wir letztes Jahr an unseren sechs Standorten“, sagt Thomas Riegger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Liechtensteinischen Alters- und Krankenhilfe (LAK). „Hinter jedem Pflegetag steht ein Schicksal, bzw. ein Mensch, der auf unsere Hilfe und Betreuung angewiesen ist,“ fährt er fort. Dieser Mensch stehe mit seiner persönlichen Lebensgeschichte im Mittelpunkt aller Handlungen der Mitarbeitenden. Das setze eine gewisse Flexibilität bei den Pflegenden voraus. „Es ist aber eine sehr schöne und wertvolle Aufgabe, helfen zu können,“ ergänzt Riegger.

Gutes Ergebnis trotz leichtem Rückgang der Pflegetage

Trotz des guten Gesamtergebnisses konnte die LAK das Ziel einer Auslastung von 95% nicht ganz erreichen. Trotzdem wurde das Jahresergebnis um CHF 218‘254 besser abgeschlossen als budgetiert. Aufwandminderungen fingen den Ertragseinbruch etwas auf.

Erstmals beschäftigt die LAK über 400 Mitarbeitende. Mit dem zweiten Rang erzielte die LAK 2018 wieder ein sehr gutes Resultat im gesamtschweizerischen Benchmark Swiss Arbeitgeber Award.

Ein grosses Highlight war die Eröffnung des LAK-Hauses St. Peter und Paul in Mauren. Vorerst ist eine Pflegestation mit 16 Betten in Betrieb. Bereits leben 13 Bewohner im neuen Haus. Weitere Stationen werden bei Bedarf eröffnet.

Digitalisierung optimiert Behandlungen und steigert Lebensqualität

Alle LAK-Standorte sind mit dem Zertifikat „Qualität in Palliative Care“ der Schweizerischen Gesellschaft für Palliative Care palliative.ch ausgezeichnet. Ein umfangreiches Angebot fördert gezielt die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohnenden. Je nach Standort profitieren sie zusätzlich zu den klassischen Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logotherapie auch von anderen Therapieformen wie Musiktherapie, Humorclown, Aromatherapie, Besuchshunden und Kunsttherapie.

Mit dem von der LAK entwickelten Hilfsmittel Richtig Wichtig können vorausschauend Gespräche zum Lebensende geführt werden. Durch seine Einfachheit hilft es, in dieses schwierige Thema einzusteigen. Auf der Homepage richtigwichtig.li sind nähere Informationen zu finden.

Mit Mobility Monitoring (MoMo) konnte die Dekubitusprophylaxe verbessert werden. Das System kann zudem die Wirksamkeit von Medikationen und deren Auswirkung auf die Schlafqualität überprüfen. Es liefert objektive Informationen zur Optimierung von Medikamenteneinsätzen. Auch Störungen des zirkadianen Rhythmus (Tag-Nacht-Umkehr) bei Menschen mit Demenz werden erkannt. Für die betroffene Person können zielgerichtet Therapien und Pflegehandlungen abgeleitet bzw. optimiert werden.

Aktuelles Fachwissen durch Aus- und Weiterbildung

Die LAK organisierte 2018 für ihre Mitarbeitenden über 50 Kurse mit rund 65 Kurstagen und über 650 Teilnehmern. Dabei wurde praxisnahes Wissen vermittelt.

In der LAK ist eine grosse Erfahrung im Umgang mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind, vorhanden. Im Sinne von best practice hat die LAK dieses Wissen gesammelt und die Demenz-Broschüre „Vor den Beinen muss die Seele bewegt werden….“ herausgegeben. Sie ist eine leicht verständliche fachliche Anleitung und enthält praxisnahe Tipps zur Betreuung dementer Personen. Sie eignet sich auch für private Personen, die an Demenz erkrankte Menschen pflegen und kann kostenlos bei der LAK bestellt werden (officelakli).

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